Hallo Drachenfreunde . . .

im nächstem Jahr findet Drachenfest am 14.Oktober 2017 statt. An diesem Tag freuen wir uns wieder, auf viel Sonne und Wind. 



Beschreibung von einem Kastendrachen

Ende des 19. Jahrhunderts experimentierten eine ganze Reihe von Flugpionieren erfolgreich mit Fluggeräten die schwerer als Luft waren. Das war die Zeit in der einige innovativen Drachentypen entstanden, die bis heute in vielen Variationen nachgebaut werden und unsere Drachenfeste bereichern.

Pioniere wie William Cody (1846 — 1917) oder Lowrence Hargrave ( 1850 — 1915) entwickelten damals unter anderem gewaltige, dreidimensionale Kastendrachen die in einem großen Windbereich stabil flogen und beachtliche Zugkräfte entwickelten. Durch ihre Verstrebungen waren diese Drachen sehr Stabil und konnten sogar Menschen, in erster Linie militärische Beobachter, in die Luft tragen

Der hier gezeigte moderne Kastendrachen ist eine leichte abgewandelte Form der „Hamburger Sturmbox“ die von Hamburger Drachenfreunden 1991 in einem Workshop gebaut wurde.
Das Original ist für die starken Küstenwinde geeignet und wurde schon bei bis zu 9 Bft. ( was einer Windgeschwindigkeit von ca. 88 km/h entspricht) geflogen.

Die hier gezeigte Box ist jedoch für die Windverhältnisse hier im Binnenland gebaut. Trotz seiner eher geringen Ausmaße hat der Kasten eine effektive Segelfläche von beinahe 3,5 qm und ein Gewicht von nur 540 Gramm. Das ist modernen Baumaterialien wie Kohlefaser-. und Glasfaserohren sowie Ripstop Nylon und Gummiverbindern zu verdanken. Dadurch ist der Drachen schon bei einer Windstärke von ca. 2 — 3 Bft (3-5 in/sek. Windgeschwindigkeit.) stabil zu fliegen.

Der Drachen wird durch die hier genutzte I-Punkt Waage so in den Wind gestellt, dass alle Segelflächen für den Auftrieb, wie auch zur Sicherung der Flugstabilität genutzt werden können. Dadurch benötigt diese Kastenkonstruktion auch keinen Drachenschwanz zu Stabilisierung.
Ein weiterer Vorteil der einfachen Waagenform besteht darin, dass der Drachen plötzlich auftretenden Windböen ausweichen kann in dem er sich automatisch flacher auf den Wind legt ohne Schaden zu nehmen. Bei abflauendem Wind senkt sich das Heck wieder und der erforderliche Auftrieb ist wieder hergestellt.

Jürgen Kammler Soest 2017